| 29.07.10 12.50 h |
Mega-Verkauf beschlossen
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Die größte Transaktion, die je von einem portugiesischen Unternehmen gemacht wurde, ist nach langem Hin und Her abgeschlossen. Das Telekommunikations-Unternehmen Portugal Telecom und der spanische Telefonica-Konzern sind im Streit über den gemeinsam gehaltenen brasilianischen Mobilfunkbetreiber Vivo einig: Portugal überlässt Spanien seine Anteile für € 7,5 Milliarden. Die Portugal Telecom will mit dem Geld aus dem Verkauf Anteile an dem brasilianischen Kommunikations-Anbieter Oi kaufen.
Noch vor wenigen Wochen hatte die portugiesische Regierung ein Veto gegen den Anteilsverkauf eingelegt, was zu einer Blitz-Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes führte: Es sei Wettbewerbs-Behinderung, wenn der portugiesische Staat von seinen so genannten Goldenen Aktien Gebrauch mache, um den Deal zu stoppen. Für den nun vereinbarten Verkauf liegt auch das Einverständnis der Regierung vor.
Der Verkaufsakt soll in 60 Tagen abgeschlossen sein. Der Zeitraum steht der brasilianischen Regulierungsbehörde zur Verfügung, um den Kauf und dessen Auswirkungen für den brasilianischen Markt zu bewerten. Das Geld erhält Portugal Telecom bis Oktober 2011in drei Raten.
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| 28.07.10 09.00 h |
Fußball der Völker
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Bei der portugiesischen „Integrations-WM“ (Mundialinho da Integração) bringt der Fußball Immigranten aus 16 Ländern zusammen, die nun nach der WM in Südafrika im Lissabonner Estádio do Lumiar und im Stadion von Sintra antreten. Darunter sind Fußballer aus Angola, aus Moldawien, aus China, Spanien und aus Deutschland. Keiner der Spieler ist Profi, sie alle haben die (zeitweilige) Wahlheimat Portugal gemeinsam und arbeiten hier in Botschaften, Industriebetrieben oder als Selbständige.
Turnierleiterin Cristina Archer betont, der Sport „ist ein Mittel zum Erfahrungs-Austausch und zum Kennenlernen“. Jörg Ferch, Bundeswehr-Unteroffizier im portugiesischen NATO-Hauptquartier, hoffte als Kapitän der deutschen Mannschaft, in den Spielen gegen Marokko, Rumänien und Kap Verde „gut zu sein und eine Runde weiter zu kommen“, doch es lief auf dem Platz nicht so gut .
Aber „dabei sein ist alles“, meint der chinesische Hobbykicker Chen, der in Lissabon eine kleine Akupunktur- und Massageklinik hat. Er möchte neue Freunde kennen lernen, denn „die chinesische Gemeinde lebt ziemlich isoliert vom Rest des Landes“. Das Endspiel findet am 1. August in Lissabon statt.
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| 27.07.10 16.04 h |
Finanz-Kritik
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Im so genannten Stress-Test, den die europäische Bankenaufsicht CEBS für 91 Kreditinstitute aus 20 Ländern durchführte, haben die vier untersuchten portugiesischen Banken gute Noten erhalten. Die Bankenaufsicht widerspricht damit der Einschätzung der Rating-Agentur Moody’s, die Mitte Juli erklärt hatte, die „zu erwartende mittelfristige Abschwächung der Finanzkraft Portugals liege auch an der mangelhaften Performance der Banken“. Die CEBS untersuchte nun, ob eine Bank auch überlebensfähig ist, wenn sich die Märkte sehr negativ entwickeln oder die Konjunktur einbricht.
Überträgt man die Kriterien des Stress-Tests der Banken auf die Finanzlage eines Bürgers sähe das Szenario beispielsweise vor, dass Einnahmen, Ersparnisse und der Versicherungsschutz auch dann noch ausreichen, wenn Auto und Waschmaschine gleichzeitig kaputtgehen, der Arbeitgeber pleitegeht und ein neuer Job erst in einem Jahr gefunden wird.
Banken bestanden den Test, wenn ihre Kernkapitalquote auch bei – angenommenen – kräftigen Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten nicht unter die Marke von sechs Prozent fallen würde. Portugals Kredit-Institute lagen alle über der kritischen Marke: Für die staatliche CGD ermittelten die Finanzexperten der EU einen Wert von 8,2 Prozent, für die BCP 8,4 Prozent, für die BPI 10,2 Prozent und für die Espírito Santo Financial Group 6,7 Prozent.
Kritiker meinen, der Stress-Test sei nicht aussagekräftig, denn das Wirtschaften der Banken mit Spekulationsgewinnen sei nicht ausreichend berücksichtigt worden, was wegen dessen virtuellen Charakters auch nicht möglich sei, aber immense Auswirkungen auf die Handlungsfähigkeit einer Bank hat. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich beziffert das Volumen aller ausstehenden Derivate (finanzwirtschaftliche Vertragsform, die auf den künftigen Handel mit Rechten traditioneller Finanzinstrumente wie Optionen, Swaps oder Futures abzielt), auf 615 Billionen US-Dollar, das entspricht den Zwölffachen des weltweiten Bruttoinlandsproduktes. Werden größere Posten aus diesen Verträgen fällig, platze die nächste Finanz-Blase.
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| 26.07.10 10.05 h |
Grenzenloser Kaufrausch
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Nach jahrelanger Diskussion und Erörterungen mit Vetretern des Handels hat die Regierung beschlossen, dass künftig auch Hypermärkte mit mehr als 2.000 qm Verkaufsfläche wieder an Sonntagen öffnen dürfen. Grundsätzlich sind Öffnungszeiten zwischen 6 Uhr und Mitternacht gestattet, allerdings bleibt es den Rathäusern überlassen, ob sie den Sonntags-Verkauf in ihrem Einzugsbereich einschränken. Betreiber großer Verkaufsflächen wie Modelo und Continente (Sonae-Konzern) hatten wiederholt geklagt, nur unwesentlich kleinere Märkte wie Aldi, Lidl oder Pingo Doce dürften sonntags verkaufen, was den Wettbewerb verzerre.
Das Echo in der Gesellschaft ist unterschiedlich: Die Verbraucherschutz-Organisation DECO begrüßt „verbesserte Einkaufsmöglichkeiten für die Konsumenten“ und fordert an die Bedürfnisse der Bewohner angepasste Verkaufszeiten.für Großstadt-Vororte, die als Schlafstadt gelten. Die Gewerkschaften und die katholische Kirche beklagen den Verlust des arbeitsfreien Sonntags als Familientag, der Einzelhändler-Verband hatte sich bis zuletzt gegen die nun beschlossene Regelung gewandt, weil sie „den schleichenden Tod des Kleingewerbes“ befürchten. Hypermarkt-Betreiber kündigen neue Arbeitsplätze an, besonders für Teilzeit-Verdiener, denn es gebe „viele Studenten, die ihre Studiengebühren erarbeiten müssen“ und dafür sei der Sonntag ein geeigneter Tag.
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| 23.07.10 12.36 h |
DBV-Versicherung zahlt Veräußerungsüberschüsse
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Ehemalige Versicherte der Deutschen Beamten-Versicherung Öffentlichrechtliche Lebens- und Renten-Versicherungsanstalt können bis zum 1. Oktober 2012 Ihr Geld abrufen, das Ihnen aus Verkauf und Privatisierung der damaligen Deutschen Beamten Versicherung im Jahr 1989 zusteht. Rund 600.000 Deutsche gehören zu den Berechtigten; viele davon leben im Ausland, sodass die DBV Öffentlichrechtliche Anstalt für Beteiligungen in Wiesbaden diesen Berechtigtenkreis über die Auslandspresse erreichen und informieren möchte.
Betroffene Personen können ab sofort den Coupon 2 ihres Berechtigungsscheins über ausgewählte Banken (Commerzbank, Dresdner Bank, Hypovereinsbank, Volks- und Raiffeisenbanken sowie einige Sparkassen) einlösen (Coupon 1 war in den Jahren 2007 – 2009 fällig). Die nun zur Auszahlung anstehenden Gelder sind Veräußerungsüberschüsse aus dem Börsengang.
Bezug des Coupons und weitere Info über www.dbvoer.de (dort gibt es ein Online-Kontaktformular) und in Deutschland über die Service-Nummer: 01803 – 202 608 (aus dem Ausland: 0611 3630).
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